Castro Marim- portugiesischen Boden unter den Reifen

In Castro Marim, einem kleinen Ort, betreten wir zum 1. Mal portugiesischen Boden.  Wir haben es also tatsächlich geschafft! Wir sind in Portugal! Am Parkplatz treffen wir auf ein deutsches Pärchen, das schon überall auf der Welt umhergereist ist. Bevor es für sie zurück Richtung Deutschland geht, geben sie uns noch den Tipp eines tollen Stellplatzes in Albufeira. Wir, absolute Portugalneulinge, sind erst einmal froh über den Tipp, haben einen Anlaufpunkt und wollen dort dann später hinfahren. Zuvor geht es aber noch aufs Castillo. Unseren  1. Kontakt zu einem Portugiesen haben wir dann auch am Ticketschalter, als er uns in perfektem Englisch und sogar etwas deutsch anspricht. Er lernt uns auch unser 1. Portugiesisches Wort „Obrigada/o“ das bedeutet danke. Völlig irritiert, da mich das Wort eher an japanisch als wie erwartet ans spanische „gracias“ erinnert, bezahlen wir den moderaten Eintrittspreis von einem Euro und schauen uns in der Burganlage um. Es ist relativ unspektakulär und zu guter Letzt werde ich sogar noch grundlos (zumindest für mich) von einer Wespe ins Bein gestochen.

Gegen Abend fahren wir weiter nach Albufeira und sind anfangs ziemlich schockiert über die vielen Touris, die sich dort durch die Straßen schieben. Hungrig und müde wollen wir eigentlich nur noch einen Platz zum Stehen finden, gesagt getan, Mölli biegt irgendwo rechts ab und sieht einen Platz hinter einer zerfallenen Mauer. Dieser Platz, oberhalb des Meeres auf einer Klippe und unter Pinien stellt sich als so schön und aufgrund seiner Lage so praktisch dar, dass wir dort erst mal einige Tage bleiben. Akklimatisieren inmitten der größtenteils englischen Touristen sieht vermutlich anders aus, aber wir nutzen die Zeit mit Wäsche waschen und kleineren Auto- und Motorradreparaturen. Außerdem können wir hier unseren Hobo (Holzofen) betreiben, um uns essen zu kochen.

Nach einigen Tagen zweifle ich noch immer daran, ob die Menschen hier tatsächlich portugiesisch sprechen oder vielleicht doch russisch. Für mich klingt diese Sprache so befremdlich und ich kann keine Gemeinsamkeiten zu dem mir mittlerweile vertrauten spanisch erkennen. Menno, jetzt hatten wir uns gerade so an die Sprache gewöhnt…

Aufgrund eines Vermerks auf unserer Landkarte steuern wir den Ort Salema an. Ein kleiner süßer Ort, von dem aus man wunderschöne Wanderungen entlang der Klippen zu unterschiedlichen Buchten unternehmen kann. Im Ort treffen wir auf Rosita, eine Schweizerin, die gerade Urlaub macht. Wir verstehen uns auf Anhieb blendend und verbringen noch etwas Zeit zusammen, quatschen über Gott und die Welt. Eine unvergessliche Begegnung mit einer tollen Frau!

Dies soll dann auch der Beginn unserer anschließenden  „Beachhopping-Tour“ werden. Die nächsten Wochen bewegen wir uns entlang der Algarve und klappern zwischen Bocca del Rio und Muracao so ziemlich alle Strände der Gegend ab. In Barranco lernen wir wundervolle Menschen kennen, mit denen wir entweder gemeinsam weiterreisen oder auf die wir aber innerhalb der nächsten knapp 2 Monate immer wieder treffen werden. Eine herrliche Zeit!

Die Strände füllen sich Anfang Juli immer mehr, da nun in Spanien und Portugal Ferien sind und die lokale Polizei ist an vielen Stränden mehr als aktiv, sprich, es werden Strafzettel wegen parken im Nationalpark verteilt. Wir erhalten auch einen, den wir einfach mal großzügig ignorieren. Allerdings macht uns dieses Versteckspiel dann irgendwann keinen Spaß mehr und so entscheiden wir uns weiterzufahren.

Der Hippiemarkt in Barao de Sao Joao stellt dann nochmals ein besonderes Highlight für uns dar. Wir gehen mit vielen neuen Freunden dort hin, da sich die Meisten hier durch den Verkauf von Selbstgemachtem etwas zum Lebensunterhalt hinzu verdienen. Wir lernen aber auch unglaublich viele neue tolle Menschen kennen und verbringen eine wundervolle Zeit dort. Es fühlt sich fast an wie auf einem kleinen Festival, abends finden Jamsessions statt oder man sitzt zusammen, kocht und quatscht.

Der Einladung von Luis und Fanny samt ihren drei Mädels sie in der Umgebung in ihren Jurten zu besuchen kommen wir einige Wochen später gerne nach. Auch dies ist eine unvergessliche Zeit auf unserer bisherigen Reise. Eine wundervolle Familie, die ganz im Einklang mit der Natur lebt, ihre Kinder zu Hause unterrichtet bzw. vom Leben unterrichten lässt. Wir erfahren jede Menge über Gemüse- und Obstanbau, Permakultur, über das Leben in Portugal und kochen zudem wunderbare kunterbunte Sachen mit Gemüse aus dem eigenen Garten.

Nach knapp einer Woche verlassen wir unsere liebgewonnenen Freunde, da weiter nördlich ein Musikfestival stattfindet, wo wir uns mit anderen Bekannten treffen wollen. In Porto Covo bzw. Sines findet dieses Weltmusikfestival statt, welches sich aber als eher enttäuschend herausstellt.

Wir entschließen uns daher, nach 3 Tagen weiter an einen Stausee (port. Barragem) zu fahren. Es bleibt dann auch nicht nur bei einem Stausee, vielmehr klappern wir sämtliche Stauseen in der Gegend ab und sind meist begeistert, dass man dort meist ganz für sich stehen kann und seine Ruhe hat. Wir genießen unsere Zweisamkeit und für uns endlich mal angenehme Wassertemperaturen…

 

El Rocio by Mölli

Aufgrund der großen Hitze fahren wir in die Nacht rein und sind etwas irritiert, als wir, in dem kleinen Nest „Vila Rasa“ von der Guardia National aufgefordert werden, selbiges großräumig zu umfahren. Das schmeckt uns gar nicht, der Umweg ist beachtlich, relativ zumindest und beinhaltet die Benutzung der Autobahn.  Nach kurzer Diskussion mit den Uniformierten, beschließen wir dann einhellig, uns den Mächten der Finsternis zu fügen und die geplante Prozession vor Ort auszusitzen.

Lustig!

Die Damen wieder einmal in sehr traditionelle Bekleidung gewandet, bunt, mit typischen Accessoires der Region, die Männer adrett, die Kinder sowieso. Die Prozession ist etwas kleiner als in den großen Städten, aber mindestens genauso würdevoll.

Inmitten des ganzen Trubels mal wieder wir zwei schäbigen Touris, in kurzen Hosen und zerlatschten Latschen. Auch schon egal, uns kennt ja keiner, zumindest hier!

Stunden später, die Menge hat sich aufgelöst, verteilt, die Straßen wieder passierbar. Wir fahren weiter, zu unserem geplanten Nachtquartier- Niebla- klingt irgendwie gut und der Reiseführer weiß ebenfalls Interessantes zu berichten.

Niebla entpuppt sich nicht nur durch unsere neuen Parkplatzbekanntschaften als echtes Schmankerl. Die kleine Stadt, umgeben von einer knapp 2 Kilometer langen Stadtmauer und 5 Stadttoren, sowie 30 Türmen ist noch vollkommen intakt. Der Fluss Rio Tinto liegt zu ihren Füßen und erstrahlt aufgrund seines hohen Eisengehalts in allen erdenklichen Orange- und Brauntönen.

Eines Abends, wir sitzen noch draußen neben unserem Mogi auf dem Parkplatz. Dominik und Elli haben sich schon zurückgezogen, auch Giuseppe und Sabrina liegen schlafend in ihrem Camper, müssen früh raus, zum Pflücken auf die Blueberryfields.

Für`s Reisen braucht man eben Geld. Das junge italienische Paar hatte einst sicher genug davon, aber keine Lust auf Papas Obhut. Die Häuser haben sie verschenkt, das nenne ich konsequent. Pferdegetrappel auf der Straße, hunderte von Pferden, geritten von stolzen Reitern und –innen, jungen und alten. Schön anzusehen, Gelassenheit und Routine strahlen sie alle aus und schick sind sie.  Es folgen unzählige Kutschen und Kütschlein, einspännig, mehrspännig, alle aber in einer seltsamen Erhabenheit. Wo führt sie ihr Weg hin in dunkler Nacht, warum so Viele, was bedeutet das Ganze? Licht ins Dunkel der Nacht bringt wieder mal unser andalusischer Reiseführer wie so oft. Er weiß, dass die Reise nach El Rocio gehen wird, einer 2.000 -Seelen Gemeinde, inmitten des Donana -Nationalparks, gar nicht mal so weit weg von uns. Auch weiß er zu berichten, dass sich zum Höhepunkt der Festlichkeiten etwas 1 Mio. Leute einfinden werden. Richtig gelesen, 1 Mio. Menschen, also definitiv keine Option für uns…

Der nächste Morgen ist da, wir bereiten uns ein ausgiebiges Frühstück. Von den Anderen hatten wir uns am Vorabend wieder einmal verabschiedet, nein, nicht zum 1. Mal. Wir beschließen, nach Wochen der Askese, mal wieder ans Meer zu fahren, packen und starten. Unser Ziel ist die nahe gelegene Atlantikküste, Teil des Donana-Nationalparks. Wir tuckern mit stoischer Gelassenheit über heiße Straßen und Sträßchen, keine Eile. Es ist heiß hier, sehr heiß. Wir fahren mitten durch Andalusiens „Bratpfanne“, die heißeste Gegend Spaniens überhaupt. Dann biegen wir irgendwo ab von der Straße, lassen uns vom Tablet in Richtung Meer navigieren, offroad. Die Wege sind gut und lang, nicht langweilig. Nach der nächsten Biegung sehen wir dann Wasser und auf dem idyllischen Sandparkplatz oberhalb der Bar bekannte Autos.

Unsere deutsch-italienische Bruderschaft ist kurzfristig vom Dienst befreit worden, da die Beeren noch nicht reif sind, also ab ans Meer! Nach zwei Tagen mit Sonne, Strand und mehr, zieht`s uns dann doch weiter. Unsere unbändige Neugier lässt uns dann den verwegenen Entschluss fassen, bar jedweder Vernunft, in die Höhle des Löwen zu reiten, sorry, zu fahren.

Nach dem obligatorischen Frühstück geht’s weiter zweimal gerade und drei Ecken und wir fliegen direkt in El Rocio ein. Wo sind wir hier? Augenscheinlich in einer gänzlich anderen Welt!

Sind einfach auf eine Sandpiste gebogen, direkt vor einem Brunnen gelandet und von vielen Menschen mit vielen Pferden umgeben. Wir füllen unsere Wasservorräte, nachdem ich mich der Trinkbarkeit des Lebenselixiers versichert habe. Okay, Wasser haben wir erst einmal. Brot und Gemüse geht auch, nur der Tabak wird weniger.

Per Pedes erkundigen wir das merkwürdige Treiben in und um dieses merkwürdige Städtchen, es gibt hier keine Straßen, zumindest keine geteerten, nur Sand. Die Verkehrsregeln werden mit den Augen gemacht, keine Zeichen am Straßenrand, denn den gibt`s ja auch nicht. Dafür kannst Du überall vor den Häuschen, Bars oder Läden Dein Pferd fest machen oder die Kutsche parken.

Manche der kleinen Bars haben Theken außen, in Pferdehöhe natürlich. Pick-ups sind beliebte Arbeitstiere bei den Anwohnern, die PKWs der Besucher stecken aller Orten im Sand fest. Wir finden einen hübschen Stellplatz am Rande des Geschehens, den wir dann gegen Abend auch beziehen, wir breiten uns aus, fühlen uns wohl und schlafen gut. Nächster Morgen. Das Frühstück bei Sonnenschein erreicht seinen Zenit, als ein rün-Silber lackierter Geländewagen neben uns einschlägt, na klar: Policia national. Nach einer herzlichen Gesprächsrunde über das Campieren im Nationalpark und anschließender Fuhrparkbesichtigung trennen wir uns schweren Herzens von der Polizei und später von unserem Platz, nach dem Frühstück natürlich, das war Teil der Abmachung.

Okay, jetzt erst recht! Wir fahren auf ein kleines Parkplätzchen in mitten der Stadt, das ist nicht verboten. Inzwischen mehren sich die Leute, strömen aus allen Richtungen herbei, zu Fuß, mit Kutschen, Planwagen, Eselskarren, Ochsengespannen, abenteuerlichen, selbstfahrenden Reiseunterkünften und nicht zu Letzt zu Ross. Sie alle haben das gleiche Ziel, jedes Jahr zur selben Zeit. Viele derer, haben eine mehr als einwöchige Pilgerfahrt über Stock und Stein, durch Täler, Flüsse und über Berge hinter sich, sind saudreckig, stinken wie ihre Tiere. All ihre kleinen und großen Entbehrungen ertragen sie mit Würden, voller Inbrunst. Sie alle verehren eine Sumpfgöttin, La Paloma Blanca, weiße Taube. Deren materialisiertes Abbild wird behütet in der Kirche Santa Maria zu El Rocio. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildet dann der Sonntag, da  sind dann wohl auch die letzten Pilger eingetroffen und die Jungfrau wird aus der Kirche geschleppt.

Gerade in Anbetracht der geschundenen Tiere, möchte ich mir hier eine Beurteilung über Sinn und Unsinn solchen Tuns verkneifen, verrückt ist es auf jeden Fall und bunt auch.

Es ist sehr heiß, trocken und staubig, wird immer enger. Haben bereits Einladungen in verschiedene Hermandades (Bruderschaften) bekommen, die sich dort in ihren Bruderschaftshäusern zusammen finden, aber weder sind wir trinkfest wie der gemeine Spanier, noch tropft uns Flamenco aus Händen und Füssen. Und so beschließen wir dann auch am Freitagmorgen die Flucht, so lange es noch geht…

 

Sonnenblumenfelder auf dem Weg nach Cantillana & die Ruinen von Italica

Vorbei an riesigen und kräftig gelb blühenden Sonnenblumenfeldern geht es Richtung Cantillana. Unterwegs sehen wir immer wieder große Storchennester, die sich größtenteils auf Kirchtürmen, teils aber auch auf Strom- und Funkmasten befinden. Ich bin fasziniert von diesen großen Vögeln und freue mich jeden Mal, wenn ich irgendwo ein Nest entdecke, sie klappern höre oder mit dem Fernglas beobachten kann.

Cantillana stellt sich als süßes kleines Nest heraus, zwar wenig spektakulär, aber es gibt offensichtlich alles was man braucht. Die von Angel angekündigten Seen liegen leider auch weiter entfernt, als „Basiscamp“ also eher ungeeignet.

So richten wir uns erst mal in der Nähe von ihm, unter der Brücke am Fluss ein, denn dort ist es zumindest  schattig. Davon abgesehen, dass Autos über die Brücke fahren ist dieser Platz eigentlich recht idyllisch. Zumindest nach unserer Säuberungsaktion mit einem großen vollen Müllsack. Wilde Oleander blühen am Flussufer und der dort wachsende Eukalyptus füttert unseren Hobo (Holzofen) und kocht uns leckeres Essen. Immer wieder kommen Reiter mit ihren Pferden vorbei, die gibt es hier in der Gegend unzählig. Ein schönes Bild wie sie durch den Fluss traben.

Von unserem „Brückendasein“ haben wir dann aber nach ein paar Tagen genug, die Gegend haben wir etwas erkundet und Angel, der wegen seines Beins für die nächsten Wochen wohl noch ans Bett gefesselt ist, haben wir täglich einen Krankenbesuch abgestattet. Mittlerweile kennen wir seine ganze Familie, samt etlichen Freunden & Verwandten. Und die spanische Königsfamilie, die aufgrund eines Feiertags zu Ehren des spanischen Militärs unentwegt im TV erscheint, die kennen wir jetzt auch.

Nachdem wir mit Obst, T-Shirts und Wasser von Angels family versorgt werden brechen wir auf. Grob Richtung Huelva, nahe Portugal, alles Weitere wird sich ergeben. Und so kommt es bereits einige Kilometer weiter, dass Mölli kurzerhand das Lenkrad rum reißt, als er auf einem Schild „Italica“ liest. Wir hatten bereits beide davon im Reiseführer gelesen und es hörte sich spannend an. Da der Ort bislang aber nicht auf unserer Route lag, war dies jetzt der perfekte Zeitpunkt.

Italica ist eine historische römische Ausgrabungsstätte in Santiponce, mit einem der 3. größten römischen Amphitheater (206 v. Chr.). Glücklicherweise hatte die „Anlage“ noch knapp 3 Stunden geöffnet und heute zudem kostenlosen Eintritt. Es war wirklich sehr beeindruckend- die gut erhaltenen Strukturen und Mauern gaben einem eine Ahnung, was hier früher einmal passiert sein musste. Vermutlich irgendwelche Wassergräben mit wilden Tieren (?) über die Holzbalken gelegt wurden befanden sich in Mitten des Amphitheaters. Enorm spannend war es auch sich vorzustellen, wie sich einst im selben Raum Gladiatoren auf ihren Kampf um Leben und Tod vorbereiteten.

Auf dem riesigen Areal, das sich auch aktuell noch immer mit Ausgrabungen beschäftigt, beeindruckten mich zudem die unzähligen Mosaikböden jeglicher Formen und Farben, welche damals  in akribischer Handarbeit erstellt und später auch restauriert bzw. freigelegt  wurden.

Italica – ein wirklich sehenswerter Ort!

Und noch ein Kupplungsschaden…

Nach fast 6 Wochen, die wir in Alcala de Guadaira verbracht hatten, mit all seinen anfänglichen Qualen, dann aber auch seinen Freuden und neu gewonnenen Freunden hatten wir nun das Gefühl, dass es an der Zeit war, weiterzureisen. Die Reise sollte auch noch nicht sehr viel weiter gehen, sondern nur ins ca. 30 Kilometer entfernte Carmona. Von dieser kleinen Stadt hatte uns unser Host Antonio, sowie diverse andere Reisende berichtet. Jose, „unser“ Flamenco-Gitarrist wollte uns dort am nächsten Tag besuchen, um gemeinsam das Städtchen zu besichtigen. Naja, wohl eher deshalb, da wir uns die letzten Wochen so sehr aneinander gewöhnt hatten, dass die Vorstellung, uns plötzlich nicht mehr zu sehen, irgendwie undenkbar war.

Abends wolle er dann mit seinem Auto nach Sevilla fahren, um dort diverse Restaurants und Bars abzuklappern, um ggfls. einen Job für einen abendlichen Auftritt klarzumachen. Dies hatte er bereits Tage zuvor versucht, stellte sich aber als gar nicht so einfach heraus.  Da wir es bislang noch nicht bis nach Sevilla geschafft hatten, dachten wir, sei dies eine gute Gelegenheit, Jose zu begleiten.

Jedenfalls kamen wir dann erst gegen Mittag in Carmona an und versorgten uns zuerst einmal im „Lidl“ mit dem Nötigsten. Witziger weise trafen wir dort dann auch auf Jose, der sich ebenfalls noch mit etwas Proviant versorgen wollte.

Wir entschieden, erst einmal mit seinem 124-er Mercedes Benz einen geeigneten Platz zum Stehen bzw. übernachten für unseren Mogi zu suchen. Jose bog an einem Schotterweg ab, der so einige Unebenheiten bereithielt- für den Unimog wohl kein Problem, für seinen Mercedes allerdings schon, wie sich kurz darauf herausstellen sollte, als er das Kupplungspedal fast ins Leere tritt. Sofort steigen Bilder in mir auf, hatten wir doch Ähnliches erst kürzlich selbst erfahren. Irgendwie und ohne viel zu schalten gelingt es ihm dann den Weg zurückzufahren  und in einem nahegelegenen Industriegebiet finden wir dann auch einen Platz, wo wir erst einmal bleiben können. Jose, nicht sehr bewandt in Schrauberangelegenheiten fragte Mölli, ob er die Reparatur durchführen könne, wenn er die Teile besorgen würde. Mölli stimmte zu und so machten wir uns auf den Weg, einen Autoteileshop zu suchen, der dann glücklicherweise auch keine 100 m von uns entfernt lag. Die Teile wurden bestellt und sollten am nächsten Tag eintreffen. Am Abend entschied sich Jose es zu wagen, zurück nach Alcala ins Hostal zu fahren und dann am nächsten Morgen wieder hierherzukommen, was dann mit einigen Überlistungstricks auch klappte.

So kam es also, das Mölli wieder einmal am Schrauben war. Die Schmerzen der eigenen Reparatur gerade so verdaut. Aber immerhin ging es diese Mal ja nicht um unser eigenes Fahrzeug.

Jose war auch keine große Hilfe, da er sehr draum bemüht war, sich seine Gitarrenfinger nicht schmutzig zu machen bzw. sich einen seiner langen Fingernägel, welche er zum Spielen benötigt, nicht zu ruinieren. Aber Mölli bekam die Reparatur in dem staubigen Hinterhof  auch alleine hin und am Ende waren alle glücklich. Sevilla cancellten wir trotzdem erst einmal und verbrachten die Zeit in Carmona. Wir spazierten ins Städtchen und aßen das weltbeste vegane Eis- ich: Passionsfrucht und Zitrone Mölli: Schoki und Mango Jose: ein Mix J Die Tage mit Jose waren gezählt, wollte er doch in Kürze wieder zurück nach Frankreich und wir ja dann auch weiter. Dass er eigentlich gar kein zu Hause mehr haben würde, wenn er in Frankreich ankommen würde, das fiel ihm dann doch relativ spontan ein bzw. sein Plan, bis dahin einen Mercedes Vito klar gemacht zu haben, ging nicht auf. Irgendwie gab es in Spanien oder Frankreich keinen Vernünftigen. So kam die Idee, doch mal in Deutschland zu schauen. Im Internet durchsuchten wir sämtliche Autoportale und überlegten parallel schon einmal, wie der spätere Kauf bzw. die Übernahme ggfls. von Statten gehen könnte. Wir gingen im Geiste all unsere Freunde durch und waren optimistisch, dass uns bzw. Jose irgendjemand weiterhelfen würde. Von vier in Frage kommenden Fahrzeugen meldeten sich dann prompt zwei, wobei der Favorit dann sogar ein Spanier war und sich das Fahrzeug sogar in Spanien befand. Jose war indes bereits zurück in Frankreich, er sollte sich nun um alles Weitere kümmern.

Wir verbrachten noch einen Tag in Carmona, wo gerade die Feria de Carmona, eine Art Jahrmarkt, stattfand. In sogenannten „Casetas“, kleinen Zelten oder teils auch fest installierten Häusern, treffen sich Mitglieder diverser Vereine oder Gruppen, um vier Tage zu feiern. Es wird getanzt, gesungen, gegessen und getrunken, bis in die frühen Morgenstunden.  Das Ganze erinnerte mich irgendwie an Oktoberfest, anstelle von Dirndln tragen die Frauen hier bunt gemusterte Flamencokleider, die Herren Anzüge. Hoch zu Ross sieht man sog. Caballeros, Jungen oder Männer in Trachten, bestehend aus Hut, Pluderhose und kurzem Jäcken, die stolz über das Festgelände traben oder Kutschen, in denen Personen vorgefahren werden.

Neben den Festzelten befindet sich ein riesiger Rummel mit allen erdenklichen Fahrgeschäften, wo bereits die Flamencokleider der ganz Kleinen im Wind umherwirbeln.

Für uns ein äußerst interessantes Spektakel, vor allem die Frauen und Kinder in ihren rüschenbesäumten Flamencokleidern zu bestaunen, allerdings reicht uns diese Spektakel dann auch nach einem Besuch und so beschließen wir, Carmona zu verlassen.

Unser nächstes Ziel soll Cantillana sein, ein kleine Dörfchen, wo Angel, Möllis „Schrauberkumpel“ aus der Mercedes-Werkstatt wohnt. Er hatte uns bereits damals von seinem Dörfchen und der Gegend mit Fluß und Seen vorgeschwärmt und uns zu sich eingeladen.

Nachdem wir Kontakt zu ihm aufnehmen und erfahren, dass er einen Motorradunfall hatte und sich derzeit im Krankenhaus in Sevilla befindet, entschließen wir uns, ihn dort zu besuchen. Von San Jose aus halten wir es für die bessere Lösung mit dem Bus nach Sevilla zu fahren.

Im Krankenhaus angekommen erwischen wir Angel dann auch gerade noch, bevor er am Nachmittag entlassen wird. Wir schenken ihm ein Spanisch-Deutsch-Lehrbuch, dabei erfahren wir, dass seine zwei Zimmergenossen ebenfalls etwas deutsch sprechen. Zwar schon etwas eingerostet, aber nach und nach wird`s mehr.

Wir verabschieden und verabreden uns für die nächsten Tage in Cantillana. Angel bedauert zwar jetzt schon, dass er uns dann leider nichts von seiner Gegend zeigen könne, aber wir können uns wenigstens unser eigenes Bild machen.

Vom Stadtteil Macarena, wo sich das Krankenhaus befindet, laufen wir Richtung Zentrum, vorbei an wunderschönen Gebäuden, Plätzen, Parks und am Fluss Guadalquivir. Zu besichtigen gibt es außer der unglaublich großen und schönen Kathedrale unzählige Bauten, aber wir belassen es beim äußeren Anblick, da unsere Zeit begrenzt ist und wir noch so viel wie möglich von Sevilla sehen möchten.

Ziemlich erschöpft lassen wir uns am Abend in einer Tapasbar nieder und genießen leckere Tapas, noch nicht dessen bewusst, dass wir anschließend noch einen ziemlich langen Fußmarsch zum Busbahnhof haben werden, um gerade noch den letzten Bus um 22.30 Uhr nach San Jose zu kriegen.

Aber am Ende kommen wir gut „zu Hause“ an, haben einen super schönen Tag hinter uns und sind froh mit der Entscheidung, den Mogi außerhalb von Sevilla geparkt zu haben.

About Alcala… – by Mölli

Womit soll ich beginnen, wenn ich von Alcala berichten will? Am besten in Dos Hermanas, was „zwei Schwestern“ bedeutet. Dies ist der verwunschene Ort, irgendwo zwischen Conil und Sevilla, in dessen 1. Kreisel ich ins „Leere“, statt des gewohnten Widerstandes der Kupplung trete. Diese hat sich soeben verabschiedet.

Geistesgegenwärtig bringe ich unser Auto aus dem Kreisel und komme an einer BP-Station, ziemlich direkt vor der Waschhalle zum Stehen, ENDE…

Erfreut ist der Tankstellenbesitzer freilich nicht, aber was nützt alles Jammern? Es ist Samstagnachmittag, Spanien schon im „Wochenendmodus“ und wir erst mal im Arsch. Über das Tankstellenwifi können wir wenigstens unsere genauen Koordinaten rausfinden und nach Germany telefonieren, „ADAC-Auslandsabteilung“. Paar Mal hin und her, wird uns dann für Montagmorgen ein Abschlepper organisiert. Ach ja, es geht nach Alcala de Guadaira. Nach wo? Noch nie gehört, kann man noch nicht einmal richtig aussprechen! Okay! Jetzt erst mal tranquilo, wie der gemeine Spanier zu sagen pflegt, runterfahren, durchatmen…

Der Sonntag, der unserer 1. Tankstellenrastnacht folgt, ist nicht sonderlich aufregend, beherrscht von der Frage: Wie`s weitergeht. „Do Ermana,“ wie man es hier lieblos nennt, weiß sich tatsächlich nicht durch seine Schönheit zu rühmen. Aber wenigstens T-Shirt-Wetter, blauer Himmel und „Rundum-Sorgenfreiparkplatz“ mit 24h-Bewachung und WC-Service, natürlich kostenfrei.

Der Montagmorgen ist schnell da, der Abschlepper dann auch. Der Rest ist Formsache: Kurze Absprache, aufladen, verzurren, Papierchen ausfüllen und los. Der dicke gelbe Scania-Abschlepper rauscht auf einem lustig geschwungenen Asphaltband, vorbei an riesigen Industriegebieten mit Fabriken und allem nur erdenklichem Gewerbe, ziemlich komplex das Ganze.

Nach ungezählten Tunnels und Kreiseln spuckt uns das Straßengewirr dann vor einer riesigen Mercedes-Benz-Werkstatt aus. Bfffffffff… Da wären wir also, wo? Keine Ahnung!

Ich hab echt Angst vor dem Moment, in dem das angepeilte Opfer den Braten riecht, den Umfang der bevorstehenden Arbeiten, die eigentliche Unmöglichkeit der Maßnahme erkennt und uns wegschickt.

Dies passiert dann am Nachmittag, nachdem Pepe, der Werkstattleiter der Truckabteilung unseren Schaden begutachtet hat, ist ihm zu fett die Nummer, wie soll das gehen?!

Niedergeschlagen sitzen wir im Auto, denken nach…

Unerwartet taucht Pepe nach ein paar Stunden wieder auf und deutet mir mit spanischem Vokabular, Händen und Füßen, dass er das Gremlin-Buch (unsere Fotodokumentation der Entstehung) und unseren Bericht in der Zeitschrift Explorer braucht, ich solle mir keine Sorgen machen, bekomme alles wieder, will mit seinem Boss reden… Wir sollen morgen früh wiederkommen. Nein, pennen können wir hier nicht, Wachmänner, Alarmanlagen, dicke Tore, schon klar!

Also: Roxy runter, paar Klamotten in den Rucksack, Helme und Tablet zum Navigieren. Auf nach Alcala de Guadaira!

Wir irren mit unserer alten Bultaco durch Kreisel und Tunnels, später, in der Stadt, durch ein scheinbar undurchdringliches Netz von Einbahnstraßen. Wo sollen wir hin, müssen irgendwo pennen…

Ich halte an, wir fragen jemanden, ob er ein wenig Englisch versteht und uns den Weg zu einem Hotel, Hostel or whatever weisen könne. Der Ärmste: kam geradewegs vom Englischunterricht und sofort Praxis auf der Straße. Der hat noch viel zu tun, aber sichtlich bemüht war er auf jeden Fall! Die Info, welche wir ihm entreißen konnten, spülte uns direkt in die Arme seines Teachers.

Dieser, freundlich, nett und klar, redegewandt, bot uns eiligst seine Hilfe an. Weiß ein Hotel in der Nähe, wird uns dahin begleiten. „Cool“ denk ich noch und muß nach einer kurzen Sitzprobe auf der Roxy feststellen, dass der hintere Reifen leer ist. Scheisse! Platten! Es ist Nacht, es ist warm, ich schwitze in meiner Motorradjacke, wir sind echt platt, alle!

Bergauf lass ich die Roxy selber rödeln, lauf nur nebenher, der Berg ist lang und der Berg ist steil, aber wir können schon die Schrift lesen: „Hotel Sandra“. Der Teacher klärt alles für uns, auch das die Roxy nicht draußen schläft. Später schiebe ich sie mitten durch den riesigen Marmorsaal ins Getränkelager. Verschwitzte Klamotten vom Leib, duschen, essen im hoteleigenen Restaurant- schlafen!

Morgens dann ein Frühstückchen, Sachen packen, Roxy rausholen , anschmeißen und ca. 800 Meter weiter tuckern bis zu „Moto Paulino“, ein freundlicher Motorradschrauber und –händler, welcher uns der Teacher empfahl.

Der versorgt uns dann auch fachgerecht, wechselt den Schlauch für 20 Euros, wir werden ihn noch öfters sehen…  Back on the road again wühlen wir uns wieder durchs Asphaltgewirr, finden zum Daimler. Die warten schon auf uns, kurze Absprache, dann kommt Angel mit Gabelstapler und Schleppstange, zieht uns rein. Ein kleines Plätzchen zwischen all den Trucks. Angel haben wir gestern schon kurz kennengelernt, ist begeistert von unserer Bultaco, so wie alle anderen auch. Da er so ziemlich der einzige in dem riesen Laden ist, der etwas Englisch versteht und spricht, wird er auch gleich zu unserem persönlichen Schrauber, wir werden viel Zeit miteinander verbringen und hart arbeiten. Das Zerlegen geht recht zügig, wir schrauben, Nadine recherchiert, sucht uns ein Domizil übers Internet. Sie findet ein bezahlbares Haus zur Miete. Dreckig und verschwitzt schwingen wir uns gegen halb acht aufs Moto, fahren wieder nach Alcala, immer noch unglaublich das Straßengewirr.

So ziemlich in der Mitte der Stadt, finden wir es dann schließlich: Casa del Cura! Wir klopfen, Isabell öffnet, lässt uns rein. Wir fragen nach Antonio, dem Vermieter, aber der ist mal wieder nicht da, wie meistens. Macht nichts, finden unser Zimmer auch so, auch die Garage für Roxy. Das Haus ist schon ziemlich alt, aber okay, anfangs verlaufe ich mich ständig, viele Zimmer, zwei Küchen, ein großes Bad für alle, fungiert als Hostal. Überall hängen Heiligenbilder, die Kirche gleich nebenan.

Mit unserem Vermieter Antonio kommen dann etwas später auch die ersten besorgniserregenden Nachrichten. SEMANA SANTA!

Was`n das? Er klärt uns auf:

Das ist die heilige Osterwoche mit unglaublichen Prozessionen und bunt verkleidetem andalusischem Volk, Straßenbenutzung ausgeschlossen.

Wir haben Angst, denken an Fasching, decken uns mit Lebensmitteln ein.

Wird dann aber doch ganz amüsant die Aktion. Mitte der Woche geht’s los, abends sind die Straßen dicht. Unser Haus füllt sich mit Antonios Freunden, Familienmitgliedern und Hostelgästen aus aller herren Länder.

Es wird gesungen, gegessen, getanzt, Gitarren klingen. Auf der Straße steppt der Bär, riesige „Pasos“ (Heiligenfiguren), tonnenschwer werden von ca. 60 Männerfüßen unter unserem Balkon vorbeigeschleppt, begleitet von erhaben musizierenden Spielmannszügen und Ku-Klux-Clan vermummten Gestalten, aller Farben und Größen.

Den Klapperstorch auf dem Glockenturm nebenan hört man dieser Tage nicht klappern und Romualda, sorry, Dona Romualda Raimunda Cordero, die ca. 300 Gramm leichte Hauskatze sucht sich eher ruhige Plätzchen, oder meine Obhut.

Nun ja, im Zuge dessen arbeitet Mercedes Benz freilich auch nicht. Montag können wir wieder ran. Für uns also ne gute Zeit, die Umgebung bisschen zu erkunden und da gibt`s Einiges zu tun.

Es ist einfach grandios hier, wir lernen diese Stadt langsam kennen und lieben. Es ist viel geboten, will viel entdeckt werden, gut, dass wir hier wohnen, zum Durchfahren viel zu schade!

Bei Letzterem würde man sehr wahrscheinlich das riesige Castillo (Festung) entdecken, oder auch die Puente de la Dragon (wunderschöne, hingebungsvoll gestaltete Brücke der Neuzeit in Form eines Drachens), nicht aber die großflächigen Parks entlang des Flusses der der Stadt ihren Namen gab, die üppige Vegetation und reichhaltige Tierwelt, die Jahrhunderte alten Mühlen, derer bestimmt 20 entlang des Rios stehen. Längst im Ruhestand, verkündigen sie noch heute ihre einstige Bestimmung. In ihnen wurde das Korn gemahlen und Brot gebacken, welches Sevilla verspeiste. Steinerne Zeitzeugen.

Bei einem unserer Streifzüge entdecken wir dann auch die Acena, unsere Lieblingsmühle.

Umgeben von einem Schauspiel der Natur, ein paar verfallenen historischen Gebäuden, gebettet in eine mehr als abwechslungsreiche Landschaft, trotzt sie da seit 1784 stoisch der Zeit (und manch blödem Spanier).

„Basura“ bedeutet Müll, schreiben können es wohl alle, aber damit umgehen eben nicht. Schade eigentlich!

Wir sind rettungslos verliebt in diesen Ort, klar ist auch, dass wir hier unbedingt stehen müssen, sollte unser Mogi je wieder fahren.

Viel zu schnell hat uns der Alltag wieder eingeholt, Montag früh fahren wir an die Arbeit zu Mercedes Benz, die 8 Kilometer sind fast schon Routine, Navigation per Tablet nur noch rudimentär.

Die neue Kupplung ist noch nicht da, Dienstag auch nicht. Prima: Alcala und Freizeit, das passt super!

Antonio stellt uns paar Fahrräder zur Verfügung und wir radeln zum Castillo Marchenilla unweit von Alcala.

Traumhaft bei blauem Himmel, Sonnenschein und Temperaturen um die 30 Grad. Leider bleiben die Pforten heute geschlossen, aber wir kommen wieder!

Ab Mittwoch gibt`s dann wieder schwarze Hände und jede Menge Schweiß, die Kupplung ist da, ein spezielles Drehteilexklusiv angefertigt, gute Arbeit vom spanischen Dreher.

Mittlerweile freuen sich sämtliche Mitarbeiter der Truckabteilung, wenn die Roxy durch die heiligen Hallen knattert. Wir treffen unsere Arbeitskollegen abends in der Stadt und beim Einkaufen werden wir gegrüßt. Lustig! Liege mit Angel schraubend unterm Mogi als ich deutsche Konversation vernehme. Andi steht neben dem Auto und textet mit Nadine. Auch ihn haben Probleme mit seinem Sprinter zu MB gespült. Er wartet bis zum Feierabend, wir nehmen ihn mit in „unser“ Haus (sein Auto fährt glücklicherweise noch) und kochen erst mal fett, gratis Stadtführung inklusive.

Nächsten Tag fährt er nochmal mit in die Werkstatt, lässt seine Karre durchchecken. Das ist auch der Tag, an dem wir unseren Mogi fertig kriegen, Test Kupplung: Positiv!

Die Freude ist groß, die Rechnung auch. Bezahlen können wir erst montags, wegen komplizierter Transfergeschichten. Aber Standgebühren fallen nicht an und unser Zimmer ist eh bezahlt, also fahren wir mit Andi, übrigens auch ein dauerreisender Ossi, ins Casa, feiern.

Beim obligatorischen Spaziergang treffen wir Manuel. In allerfeinstem deutsch kommuniziert er mit uns und siezt uns… Spät abends treffen wir ihn in der Stadt und er siezt uns wieder. Jetzt reicht`s! Ich frag ihn, ob er von Berufswegen genötigt ist, alle Leute übern Haufen zu siezen, okay jetzt geht`s.

Er ist Deutscher mit spanischen Eltern und arbeitet hier für einen großen Konzern. Muss in Anzug und Krawatte gekleidet Geschäfte tätigen, viel umher fliegen, Businessman halt.

Am Ende gehen wir alle zusammen schick essen, sein Kumpel Angel lädt uns sogar alle ein, schöner Abend.

Leider müssen wir uns schon wieder von Andi verabschieden, der muss weiter Richtung Portugal. Er gesteht uns, dass er überhaupt nicht mehr auf die Reihe bekommt, wie lange wir uns eigentlich schon kennen, eineinhalb Tage, Wochen, Monate? Danke Andi, die Zeit war kurz aber intensiv!

Samstag ist dann auch der Tag, an dem der von Antonio euphorisch angekündigte und fast eine Woche überfällige Flamencogitarrist in unser Haus einzieht.

Später werden wir erfahren, dass auch er Probleme mit seinem Benz hatte, dadurch in Madrid hängen geblieben ist. Okay:  Künstler halt und Flamenco ist eh nicht unser Ding. Jose sieht das aber anders, fühlt sich gleich von uns angezogen. Wenn da nur nicht die allgegenwärtige Sprachbarriere wär. Ein paar spanische Vokabeln haben wir ja schon drauf, einiges aus der Werkstatt mitgebracht und unterwegs aufgeschnappt und so Manches aus dem Buch. Das soll sich noch ändern…

Jose indes, ist von Geburt spanischer Abstammung lebt aber in Frankreich. Seine Englischkenntnisse belaufen sich nach seiner eigenen Auffassung auf 5 Worte, das macht`s nicht leichter.

Berührungsängste gibt`s aber keine. Das Netz aus Sprachen wird jetzt immer komplexer, wir lernen ein wenig  französisch und viel spanisch, Jose dafür englisch und deutsch, den Rest erledigen Gestik, Mimik, Hände und Füße. Es ist erfrischend mit ihm.

Montag holen wir dann endlich unser Auto, verabschieden uns von Angel, Ramon, Pepe, Benni, Fran, Ezequil und wie sie alle heißen. Wir stoppen unseren Patienten kurz bei Aldi, decken uns mit Vorräten ein und fahren direkt an den Fluss.

Wow, was für ein Platz! Der Mogi macht sich gut hier. Wir laufen von hier in die Stadt und planen unseren Rückzug aus der Casa. Antonio karrt uns später unseren angestauten Hausrat mit seiner Kastenente (Citroen 2CV Kombi) an die neue Adresse, Rio de Guadaira. Den Schlüssel vom Haus behalten wir erst mal zum Duschen, Wäsche waschen, kochen und Wifi, aber langsam schwemmen wir es aus. Besuche empfangen wir nur noch am Fluss und das sind im Laufe der ca. 4 Wochen, die wir hier noch stehen werden, nicht wenige.

Dieser Ort wird all unsere Wunden heilen, alle Schmerzen vergessen machen, unsere Seelen pflegen. Er wird uns Kraft und Ruhe schenken, unser zu Hause sein. Unsere Mitbewohner sind alle nur vorstellbaren Vögel, auch Papageien, Fische, Frösche, Enten, Muscheln, Flusskrebse, kleine Schildkröten, Ameisen, Schmetterlinge, Heuschrecken und manchmal auch Fliegen und Moskitos. Der Schäfer kommt mit seinen ca. 300 Schafen immer mal vorbei, kennt uns. Auch die Leute vom Ajuntamiento, die die Parks pflegen sind immer freundlich, haben kein Problem mit uns. Die lokale Polizei kommt manchmal, fragt, ob alles gut ist und findet unseren Fuhrpark natürlich auch cool.

Wegen unserer kleinen Feuerstelle sagen sie nichts, sie sieht gepflegt und sicher aus, normalerweise sind freies campieren und Feuer streng untersagt, man gibt sich tolerant.

Und nicht genug damit, haben wir auch noch eine natürliche (Trinkwasser)Quelle am Platz, die uns viel Schlepperei erspart, unser Geschirr spült, uns duscht und das Essen und der Kaffee schmecken mit frischem Quellwasser auch nicht schlecht.

Was auch super schmeckt, sind die Früchte des Morabaumes, wovon hier einige stehen, bei uns besser bekannt als Maulbeeren. Sie enthält viel Vitamin C und andere wertvolle Inhaltsstoffe, vor allem aber gespeicherte Sonnenenergie. Die Feigen sind leider noch nicht so weit, schade, gibt viele hier im Paradiesgarten.

Am Wochenende ist hier immer ziemlich was los, Angler, Hundebesitzer, Jogger und andere Knalltüten rücken in Scharen an, keine gute Zeit für die Fische und die Acenia. Frage mich, wie viele der 70 tausend Einwohner von Alcala die Acenia schon von innen gesehen haben, ist ja logischerweise zugesperrt. Wir jedenfalls waren drin, unsere Freunde von der Stadtverwaltung haben`s möglich gemacht. Jose besucht uns fast täglich, wenn er nicht gerade in Sevilla ist, um nach Möglichkeiten für ein Gitarrenkonzert zu suchen.

Der gerühmte Flamencogitarrist Jose de la Linea sitzt mit uns am Lagerfeuer und klimpert sich die Nägel warm, geile Nummer! Ein Genie.

Das reißt auch nicht ab, als wir uns dann nach 4 Wochen entschließen, nach Carmona umzuziehen.  Fährt er halt 30 Kilometer weiter…

Danke Alcala de Guadaira!

Vejer de la Frontera- eine Perle an der Costa de la Luz

Von Tarifa aus ging es die Costa de la Luz entlang bis nach Vejer de la Frontera.

Diese Städtchen war eines der wenigen expliziten Ziele die wir ansteuerten. Wir hatten davon gehört und wollten es unbedingt selbst anschauen! Vejer, ein kleines Städtchen, auf einem Hügel gelegen, sah schon aus der Ferne vielversprechend aus! Alle Fassaden waren in weiß gestrichen, wie es in Andalusien oft der Fall ist.

Nachdem wir einen im grünen gelegenen schönen Stellplatz am Ortseingang gefunden hatten, machten wir uns auf zur Entdeckungstour. Wir verliebten uns sofort in das Städtchen, mit seinen engen Gassen, kleinen Bodegas und Tapasbars, antiken Kirchen und seinem Castillo, einer alten Burganlage. Der „Plaza de Espana“, ein wunderschöner Platz mit einem großen Brunnen in üblich andalusischem Kacheldesign lud ein, sich in einem der umliegenden Cafes niederzulassen und einfach nur den Moment zu genießen. Was wir machten.

Am nächsten Morgen machten wir nach dem Frühstück noch einen Abstecher im nahegelegenen Santa Lucia, einem kleinen Paradies, mit Wasserfällen und einer unglaublichen Vegetation. Wir wanderten ein bisschen durch die Gegend, vorbei an einer alten Mühle, dschungelartigen Schlingpflanzen und unzähligen Feigenbäumen, die allerdings noch nicht reif waren.

Im Anschluß fuhren wir weiter nach Conil de la Frontera, wo wir die Nacht verbringen wollten. Nachdem wir, beeindruckt von den riesigen Wellen, die dortigen Surfer beobachteten, kamen wir auch mit Einigen ins Gespräch, die uns einen Platz zum Stehen direkt am Meer empfahlen. Dort standen wir dann auch weitere 2 Tage und bekamen etwas vom coolen Surferleben mit.

Auf dem Weg Richtung Sevilla wollten wir noch eine Freundin unseres Freundes Tony besuchen, die aber leider die beiden Male, die wir vorbeikamen nicht zu Hause war. Naja, dann sollte es wohl nicht sein… Wir entschieden uns weiter Richtung Sevilla zu fahren. Dort sollten wir allerdings noch nicht so schnell ankommen…

Kühe am Frühstückstisch in Tarifa

Von Marbella bzw. Porto Banus ging es weiter an der Costa del Sol bis nach Tarifa. Dieser südlichste Ort Spaniens liegt an der schmalsten Stelle der „Straße von Gibraltar“ und grenzt an zwei Meere, das Mittelmeer und den Atlantik. Hier am „Zipfel“ herrscht ein rauher Wind, weshalb das Gebiet von Windrädern übersäht ist und zudem offensichtlich ein Mecca für Windsurfer ist.

Eigentlich wollen wir vor einem Campingplatz rasten, um dort zu duschen und Klamotten zu waschen, die 20 EUR für den Stellplatz sind uns dann aber zu teuer und so fahren wir weiter, bis wir kurz darauf eine schöne, weitläufige Wiese unweit vom Strand sehen, wo auch bereits andere Camper stehen. Wir bremsen- duschen wird sowieso überbewertet und die Klamotten können auch noch warten.

Der Platz stellt sich als sehr schön heraus und so bleiben wir auch weitere 2 Tage, genießen Sonne, Strand und Meer, laufen den kilometerlangen weißen Sandstrand auf und ab, beobachten Surfer.

In nicht allzu weiter Ferne sah man sogar Afrika! Container- und Personenschiffe, waren draußen auf dem Meer zu sehen und wir freuten uns darauf, irgendwann selbst Passagiere auf einem dieser Schiffe zu sein. Aber vorerst waren wir ja noch in Spanien und wollten zuvor ja auch noch nach Portugal.

Wir lernten nette Menschen kennen- von Claas und Marion bekamen wir eine marokkanische Gasflasche geschenkt und erhielten viele Tipps rund um Marokko. Und wieder einmal hatte unser Aufkleber „GO VEGAN“ am Unimog ein englisches Pärchen angelockt, selbst Veganer, mit denen wir uns auf Anhieb super verstanden.

Morgens bekamen wir Besuch am Frühstückstisch- eine riesige Kuhherde machte sich nichts daraus, durch die „Vorgärten“ sämtlicher Camper zu stampfen, oder daraus, dass die Camper inmitten ihres Feldes parkten.

Zwischen Yachten, Luxuskarossen & der (Möchtegern)-High Society

Die Zeit bei unseren Freunden verging wie im Flug und so waren fünf Wochen ratzfatz rum. Da Mölli anbot, einige Dinge zu schweißen, warteten wir täglich darauf, dass der Strom endlich angeschlossen wird. Nachdem sich aber hier irgendwie nichts bewegte, entschieden wir, dass es an der Zeit war, wieder weiterzuziehen.

Es war einerseits traurig, uns nach so einer langen und intensiven Zeit von unseren Freunden und den Hunden zu verabschieden, aber wir waren auch so glücklich und dankbar für diese Zeit. Wir haben fünf Wochen auf einem Berg gelebt, mit all seinen Facetten- eine Erfahrung, die wir wohl niemals vergessen werden.

Nachdem wir uns langsam über die holprigen Wege Richtung Tal begaben ging es für uns weiter Richtung Malaga. Unser nächster Stopp war Marbella bzw. Puerto Banus, wo ich schon vor einigen Jahren einmal war. Da es ohnehin auf dem Weg lag, wollten wir dort einen Stopp einlegen, um uns die dortigen Yachten im Hafen anzuschauen.

Wir fanden einen schönen Übernachtungsplatz, der eine ziemlich gute Lage hatte, aber trotzdem etwas abseits lag und wir in Ruhe stehen konnten. Das taten wir dann auch für die nächsten 4 Tage. Der Parkplatzwächter war ziemlich schnell unser Freund und Mölli ging nach dem Frühstück immer zu ihm und sie rauchten erst mal zusammen eine Zigarette.

Wir machten uns einen Spaß daraus, abends die Yachten und Luxuswägen anzuschauen und die „High-Society“, die sich in den angesagten Bars tummelten. Es war so ein krasser Kontrast. Von der Ruhe und dem Minimalismus in den Bergen waren wir jetzt am Gegenpol gelandet- am Meer und Verschwendung pur- wie unschwer an all den Statussymbolen zu erkennen. Aber trotz allem fühlten wir uns hier wohl- wir genossen es wieder alleine unterwegs zu sein und unsere uneingeschränkte Aufmerksamkeit auf uns. Außerdem mussten wir die letzten Wochen erst einmal sacken lassen, es war so viel passiert.

Man konnte hier zudem stundenlang am Stand entlangspazieren, die meisten Strandbars hatten noch geschlossen, von daher war es angenehm ruhig und die Touristen wurden erst für Ostern erwartet.

Nala – eine ganz besondere Hündin

Zudem hatten wir das große Glück, Nala, eine ganz besondere Hündin, kennenzulernen. Unsere Freunde hatten sie bei sich aufgenommen, zu diesem Zeitpunkt war sie bereits schwanger. Kurz darauf brachte sie sieben zuckersüße Welpen zur Welt. Da sie offensichtlich zwei Wochen nach der Geburt von jemanden gefangen gehalten wurde und erst nach zwei Wochen mit einem abgerissenen Strick am Hals, Blessuren und völlig abgemagert zurückkehrte, mußten sich unsere Freunde fortan im Schichtbetrieb um die Kleinen kümmern und sie mit dem Fläschchen füttern. Nala war zwar täglich dort, allerdings zog sie auch oft in der Gegend umher . Bis sie eines Tages nicht mehr zurückkehrte.

Wir suchten sie in der Gegend, aber sie war nirgends auffindbar. Und als wir gerade in der Stadt einkaufen waren, erhielten wir von Steffen einen Anruf, dass er Nala gefunden hatte. Sie war tot.

Sprachlos fuhren wir heim und Steffen erzählte, dass Timon, einer der Hunde, an einem Platz saß und anders bellte als sonst, woraufhin er dort in der Gegend nochmals  nach Nala suchte. Und dort fand er sie tatsächlich auch am Hang, ca. 50 Meter vom Unimog entfernt, erschossen.

Erschossen von irgendeinem Vollidioten. Wir waren sprachlos, wütend und unendlich traurig zugleich. In der Nähe des Camps gruben wir eine Mulde und beerdigten Nala. Mir brach es das Herz, vor allem bei dem Gedanken, dass die kleinen Welpen nun ohne Mama waren.

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass es doch tatsächlich „befugte Jäger“ gibt, welche auf wilde Hunde schießen dürfen. Das heißt aber auf Hunde ohne Halsband und Nala trug eines. Die kam wohl aus früheren Zeiten, als die Straßenhunde in Spanien so sehr zunahmen, dass sie sich offensichtlich nicht weiter zu helfen wussten, als die Hunde zu erschießen.

Es ist komisch ohne Nala und ich kann nur hoffen, dass sie dort, wo sie jetzt ist, zumindest ihren Frieden gefunden hat. Und das die Welpen bald ein neues Zuhause finden werden, wo es ihnen gleich gut geht wie hier bei unseren Freunden.

Die Welpen, sowie die anderen drei  Hunde helfen etwas über den Schmerz hinweg, allerdings besteht jetzt natürlich auch die Angst, dass so etwas jederzeit wieder passieren kann und niemand zur Verantwortung gezogen werden kann.

Auszeit in den Bergen Andalusiens

Und nun sind wir bereits seit knapp vier Wochen bei unseren Freunden und ihren 10 Hunden, sieben davon Welpen und helfen etwas bei Arbeiten auf der Finca mit (Bäume pflanzen, Steinmauern bauen, Unkraut bzw. Büsche rausreisen und verbrennen und sonstige handwerkliche Arbeiten) was aufgrund der Hanglage teils eine recht anstrengende Angelegenheit ist. Nebenher spielen wir mit den Hunden und Welpen, kochen, backen und experimentieren mit unserem Petromax und Mölli hat unsere abgebrannten Kabel getauscht und alles funktioniert wieder wie anfangs.

Wir bekommen die spanische Bürokratie, was den Fincabau und alles drum herum angeht, gerade hautnah mit und das ist alles andere als einfach. Glücklicherweise ist Miquel Portugiese und ebenfalls mit an Bord und kann zumindest sprachlich alles regeln. Es entsteht aber schon das Gefühl, als ob einem als Ausländer, besonders viele Steine in den Weg gelegt werden, so ist das mit dem Stromanschluss schon eine zähe Angelegenheit und man könnte meinen, dass man absichtlich etwas mürbe gemacht wird, um das Ganze etwas zu „schmieren“ bzw. zu beschleunigen…

Oder es ist einfach die spanische Gelassen- oder Trägheit, welche wir als Deutsche so meist nicht kennen. „Tranquilo“ wie die Spanier hier zu sagen pflegen – Ruhig…

Die Gegend „hier oben“  ist sehr schön und abwechslungsreich und so haben wir zu Fuß schon einiges erwandert. Ebenfalls fühl sich unsere Spanierin (Bultaco Alpina) hier auf heimischem Boden ebenfalls sehr wohl und bringt uns an Orte, welche wir zu Fuß oder mit dem Unimog nur schwer oder gar nicht zu sehen bekämen.

So gibt es in der Nähe zum Beispiel das Castillo Bentomiz, eine alte Festung, wo nur noch Ruinen stehen, trotz allem ein mystischer Ort, über eine steile Serpentinenstraße zu erreichen oder ein Naturreservat inmitten von Pinien und anderen Nadelhölzern, mit Wasserfällen und einer ganz anderen Flora und Fauna als ein Tal entfernt, wo wir zur Zeit leben. Ein weiteres Highlight sind die Sonnenauf- und vorallem – untergänge. Die Silhouette der Berge, umrandet von satten Orange-, Rot- und Pinktönen läßt uns jeden Abend neu staunen.